Tour 3 – Wunderwelt der Oasen und Zeugen der Antike
Erster Tag
Ankunft in Tripolis und Transferflug nach Sebha in den Süden.
Ankunft im Hotel und Übernachtung.
Zweiter Tag
Am zweiten Tag unserer Reise tauchen wir das erste Mal mehr als
nur mit dem großen Zehen in den Sand der größten
Wüste der Welt – der Sahara. Unsere Transportmittel sind
die motorisierten Kamele der Neuzeit, sie bringen uns zu den Salzseen
von Mandara, Um el-ma und Gabaroun. Diese Weltwunder unter Palmen
gehören zu den eindrucksvollsten Sahara-Landschaften, warum diese
Seen nicht von den wandernden Sandmassen verschüttet werden,
ist bis heute nicht vollständig entschlüsselt. In dieser
märchenhaften Landschaft schlagen wir auch unser Nachtlager auf.
Dritter Tag
Von den Seen geht es Richtung Djerma, wo uns die Geschichte der Stadt
in die Zeit der Garammanten führt. Nach einer kurzen Besichtigung
geht’s weiter nach Murzuq, die Hauptstadt der Mariniden und
bedeutender Umschlagplatz zwischen europäischen und afrikanischen
Gütern. In der rund 40 km entfernten Oase Zuweilah treffen wir
auf eine Bevölkerung, die sich als direkte Nachfahren Mohammeds
sehen. Wir besichtigen auch die Grabtürme von Darih al-Maliq,
der lokalen Sultane, die im 12. Jahrhundert von Zuweilah aus weite
Teile des Fezzan beherrschten. In Zuweilah schlagen wir auch unser
Nachtlager auf.
Vierter Tag
Von Zuweilah fahren wir in Richtung der Ortschaft Temissa, von wo
aus es weiter zu den riesigen Vulkankratern des Wau el-Kebir geht.
Die Fahrt führt uns durch einzigartige Wüstenlandschaften,
wo sich Dünen und Hochplateaus abwechseln und das nimmermüde
Auge des Betrachters in ihren Bann ziehen. Am Rande der „großen
Mulde“ gibt es ein ehemaliges Camp von Bohrarbeitern, das heute
als Hotel genutzt wird. Wir übernachten in dem Hotel oder in
unseren Zelten.
Fünfter Tag
Die Strecke zu den Kraterseen von Waw an-Namus gehört sicher
zu den anspruchsvollsten, doch jede Anstrengung machen die bunt-schillernden
Farben des Kratersees wieder wett. Die Seen gehören zu den Wundern
der libyschen Wüste. Die weißen Sanddünen, die sie
umgeben, machen einem glauben man sei irgendwo in der Arktis.
Sechster Tag
Nachdem uns die Wüste endgültig in ihren Bann gezogen
hat, beginnen wir auch das Gefühl der großen Reisenden
und Abenteurer, die vor uns die endlosen Weiten der Wüste durchquerten,
zu spüren. In der Oase von Tazerbo begegnen uns auch wieder Menschen,
die oft auch sehr verwegen aussehen können. Das sind Falkenjäger,
die oft wochenlang in der Einsamkeit der Wüste zubringen. Zur
Zeit der Tubu-Herrschaft befand sich im Hauptort Al Gezira die Stammesburg
der Felsenmenschen. Das Volk der Tubu lebt heute in den südlichsten
Teilen Libyens. Sie gelten als direkte Nachfahren der Steinzeitmenschen,
die die berühmten Felszeichnungen hinterlassen haben. Wieder
schlagen wir unser Nachtlager unter dem Sternenzelt auf.
Siebter Tag
Von Tazerbo brechen wir mit unserer motorisierten Karawane in Richtung
der Oase von Bzemah auf. Die von Touristen nur sehr selten besuchte
Oase ist besonders reizvoll und bezaubernd. Auch in der touristischen
Hochsaison wird man hier dem Zauber einer unwirklichen Landschaft
gewahr, die neben eine scheinbar tote Landschaft Palmen und kleine
Seen stellt. Malerisch in die Dünen eingebettet, bereiten auch
wir unser Lager für die Nacht vor.
Achter Tag
Weiter geht es in Richtung Südosten, wo die Oasen von Kufrah
in einer Mulde liegen. Trotz der scheinbaren Abgeschiedenheit waren
die Oasen im Befreiungskampf gegen die italienischen Kolonialherren
und im Zweiten Weltkrieg Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
Bekannt geworden sind die Oasen vor allem in den 70-er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts durch ihre gigantischen Bewässerungsprojekte.
Übernachtung in Zelten.
Neunter Tag
Von Al Kufra aus geht es in Richtung Jebel al-Awaynat, der im Dreiländereck
von Libyen, Ägypten und Sudan liegt. Auf dem Weg dorthin begegnet
uns das „hetkische“ Wüstenleben: LKW’s teils
mit Waren, teils mit Menschen voll beladen fahren zu den wichtigen
Handelsplätzen der Al-Kufrah Oasen. Im Schutz des Jebel al-Awaynat
übernachten wir.
Zehnter und Elfter Tag
Den Tag über verbringen wir in der zerklüfteten Landschaft
des Jebel Awaynat und erobern uns die durch Wind und Sand geformten
Felsgebilde. Einer Mondlandschaft gleich fühlen wir uns ein bißchen
in einer Kulisse der Traumfabrik Hollywood versetzt. Pilsfelsen und
Steinbögen entrücken uns immer mehr ins Unwirkliche, eine
Landschaft die zur Kontemplation und Meditation einlädt. Und
falls wir des nachts mal aus unseren Träumen schrecken, tun wir
dies aufgrund der schon fast unheimlichen Stille.
Zwölfter Tag
Der Weg zurück nach Kufrah ist auch ein erstes langsames Abschiednehmen
von der Wüste. Fortan werden wir vielleicht jenes kaum merkliche
Zeichen des Wüstenwanderers auf unserer Stirn tragen, von dem
der berühmte Reisende und Forscher Wilfred Thesiger in seinen
Aufzeichnungen spricht. Eine letzte Nacht verbringen wir in den zu
unserem Zuhause gewordenen Zelten.
Dreizehnter Tag
Von Kufra fliegen wir zurück nach Tripolis, wo wir den restlichen
Tag zur unserer freien Verfügung haben. Übernachtung im
Hotel.
Vierzehnter Tag
Nach der Wüste steht der Eroberung der libyschen Hauptstadt
nichts mehr im Wege. Als Metropole mit über 1,3 Mio. Einwohnern
zeigt sich Tripolis heute seinen Besuchern. Die Altstadt hat teilweise
immer noch den Zauber der morgenländischen Souks zu bieten. Neben
dem traditionellen Handwerks-Souk gibt es auch den Gold- und Gewürz-Souk,
die zum Stöbern und Kaufen einladen.
Fünfzehnter Tag
Am Morgen Transfer zum Flughafen.
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