Tour 4 – Weltkulturerbe in der Wüste – historische
Städte, Felsgravuren und -malereien
Erster Tag/Anreise
Ankunft in Tripolis, Transfer zum Hotel. Erste Rundfahrt durch die
Stadt
Zweiter Tag
Von Tripolis aus fahren wir in Richtung Südwesten in die alte
Stadt Qaser al-Hadj und Nalut. Qaser al-Hadj verdankt seinen Namen,
„Burg des Mekkapilgers“, seiner komplett erhaltenen und
teils noch zur Einlagerung von Getreide genutzten Speicherburg. In
Nalut gibt es die größte noch erhaltene Speicherburg. Um
sie zu erreichen muss man durch die alte verlassene Berbersiedlung
von Nalut gehen, wo wir die Bauweise der traditionellen Häuser
bewundern können. Über die kleinen Oasen-Siedlungen Sinaun,
Tafalfalt und Dardj nach Gadhames, wo wir auch übernachten.
Dritter Tag
Der Altstadtkern der Oasenstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Oktober wird die Oase zum Schauplatz des Ghadames Festivals, bei
welchem sich Musik- und Tanzgruppen aus Libyen und den Nachbarländern
Tunesien und Algerien treffen. In Ghadames sind wir zu Gast in einem
der traditionellen Häuser und essen dort auch zu Mittag. Wir
übernachten südlich der Oasenstadt in Zelten.
Vierter/Fünfter/Sechster Tag
Wir fahren von Gadhames Richtung Ghat und das Abenteuer Wüste
beginnt: über malerische Dünenformationen vorbei an pittoresken
Felsformationen. Während dieser drei Tage besteht auch die Möglichkeit
von mehrstündigen Wüstenwanderungen, wo wir auf den Spuren
der „blauen Ritter der Wüste“, den Tuareg, und den
Forschern vergangener Jahrhunderte wandeln. Unsere erfahrenen Begleiter
suchen uns jeden Abend ein romantisches Plätzchen, wo wir unser
Nachtlager aufschlagen können.
Siebter Tag
Wir erreichen die alte aus Bruchsteinen und luftgetrockneten Lehmziegeln
errichtete Berbersiedlung Ghat, die ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe
ist. Die Stadt bildete einst einen wichtigen Karawanenstützpunkt,
den letzten auf dem Weg in den Sudan und nach Schwarzafrika. Nach
dem Besuch der Altstadt brechen wir in Richtung Takarkury auf, wo
der „Louvre der Sahara“ beginnt, das Akakus-Gebirge mit
seinen prähistorischen Malereien und Felsgravuren. Wir übernachten
zwischen den Kunstwerken längst vergangener Epochen.
Achter Tag
Es geht weiter im Louvre der Wüste. Bilder aus dem Oscar-gekrönten
Film „Der Englische Patient“ werden vor unseren Augen
plötzlich zur Realität. Von den Felsbögen im Tadrart
geht es weiter nach Tashwint, wo wir ebenfalls Felsbilder sehen, die
zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Wir übernachten in Zelten.
Neunter Tag
Fahrt von Tashwint ins Wadi Ti’n-Aniwa. Dort sehen wir eine
kleine Grotte, deren apsisartige Rückwand vollständig mit
sich teils überlappenden Motiven aufgemalt ist. Im Wadi Ti’n-Laleen
wird es erotisch, männliche Fabelwesen mit Tiermasken machen
sich über reich beschmückte Frauen her. Unser Lager schlagen
wir ebenfalls in der Nähe der Felsmalereien auf.
Zehnter Tag
Am nächsten Morgen geht’s ins Wadi Mathendousch, wo uns
eindrucksvolle Felsgravuren erwarten. Die Felswand des Wadis ist über
mehrere hundert Meter dicht mit Gravuren überzogen. Beeindruckende
Darstellungen von Tieren, sowie Jagdszenen erstaunen immer wieder
das Auge des Betrachters. Weiterfahrt nach Murzuq, wo wir auch übernachten.
Elfter Tag
Von den prähistorischen Felsgravuren brechen wir wieder in
die Sandwüste auf. Die reizvolle Monotonie der Sanddünen
schafft in unserem zivilisationsgeschädigten Denken wohltuenden
Freiraum. Nach einem kurzen Zwischenstop im Wadi Marjuj, wo wir uns
ein landwirtschaftliches Projekt ansehen, geht es weiter zu den Dünen
von Idhan Ubari. Geschützt zwischen den hohen Sanddünen
übernachten wir.
Zwölfter Tag
An diesem Morgen geht es über die hohen Dünenkämme
von Ubari in Richtung der Salzseen von Gabaroun. Auf dem Weg dorthin
kommen wir an diesen romantisch verklärten Weltwundern vorbei,
die einem surrealistischen Bild entsprungen scheinen. In dieser Wunderwelt
zwischen Sanddünen, Palmen und Seen schlagen wir unser Nachtlager
auf.
Dreizehnter Tag
Frühmorgens starten wir los, um die alte Stadt der Garammanten,
Djerma zu besichtigen. Die Garammanten sind der älteste Stamm
der Libyen bevölkerte. Sehenswert sind neben den Ruinen der Stadt
Garama auch ihre Königs- und Pyramidengräber. In Murzuq,
der Hauptstadt der Mariniden, besichtigen wir den Souk, die Zitadelle
und die alte Festung. Weiter geht es in das 120 km entfernte Sebha,
von wo aus wir nach Tripolis fliegen.
Vierzehnter Tag
Der Tag gehört der Hauptstadt Tripolis. Das National Museum und
Al Saraya al Hamra (der rote türkische Palast), die Altstadt
mit ihren Moscheen, Kirchen und den Souks stehen am Programm.
Fünfzehnter Tag/Abreise
Ein letzter Spaziergang durch die Altstadt oder eine Shoppingtour
durch die Einkaufsstrassen können am Vormittag noch gemacht werden.
Am Nachmittag Transfer zum Flughafen. |